Immer wieder Sonntags… Hausputz & mehr.
09.40 – hole den Staubsauger aus dem Keller
Die ältere Dame: „Saugst du jetzt?“
„Nein, woher – will meine Nase grundreinigen…“
09.41-09.50 – Küche und ihr Bad gesaugt. Stelle den Staubsauger aus, lasse Wasser in den Wischeimer.
„Du bist aber noch nicht fertig, oder?“
„Nein, ich wische jetzt erst, dann kann alles trocknen, während ich weiter sauge.“
„Denkst du an meine Wäsche?“
„JA“
„Du bist aber noch nicht fertig mit saugen!“
… grummel….
Lasse das Wasser in den Eimer, während der Schaum sich etwas legt, kümmere ich mich um die Wäsche – wo sind meine verdammten Gummihandschuhe (und Atemschutz…)?
Warum geht Kochwäsche nur bis 90 Grad…?
10.05 – Fange an zu wischen.
„Du bist mit dem saugen noch nicht fertig!“
„NACH DEM WISCHEN!!!“
„Läuft meine Wäsche schon?“
„Ja, liebste Mutter.“
„Und wann saugst du weiter??? Denk an das Essen!“
Überlegungen steigen ins Hirn, wie man der Polizei erklärt, warum die nette Dame vom Staubsauger überfahren wurde…
Bad wischen – wäre eigentlich `n Kärcher und ein ABC-Schutzanzug nötig…
10.20 – fertig mit wischen.
„Kann ich schon ins Bad?“
„Nein – noch alles nass.“
„Ich muss aber mal!“
„Garten???“
„###“ Aus Jugendschutzgründen erfolgt keine Wiedergabe
„Saugst du jetzt endlich weiter? Vergiss die Heizkörper nicht. Hast du schon mit dem Essen angefangen?“
Ruhig atmen… „muuusahhhhh“ – Ohrläppchen reiben…
Rolle die Teppich zusammen und bringe sie zum Ausschütteln in den Garten. Fange an, weiter zu saugen.
„Du holst die Teppich nachher aber wieder rein!“
Gesagt: „Ja, Mutti, sicher.“ Gedacht: „Nein – die lasse ich gleich draußen – hab ich mehr Platz, dich einzurollen…“
10.55 fertig mit dem Saugen der Böden, hänge die Heizkörperverkleidungen ab…
„Denkst du an die Heizungen? Hast du schon meine Uhren umgestellt? Ist meine Wäsche fertig? Wie weit bist du mit dem Essen – ist bald 12.00!“
Wieder der Teppich-Gedanke…
„Ich habe schon Staub gewischt. Muss ja alles alleine machen.“
Teppich.. Teppich… oder besser vergraben???
11.15 – fertig mit den Heizkörpern, Staubfäden und so aus den Decken-Ecken gesaugt.
„Du musst noch das Essen machen“
„Jaaaahaaaaaaaaaaaa“
Berliner Leber mit Stampfkartoffel
„Hast du die Zeitungen rausgebracht?“
„Schon erledigt.“
„Und die Mülleimer???“
„Auch“
„Wozu brauchst du das Mehl?“
„Für die Leber – damit sie beim Braten nicht austrocknet“
„Hab ich früher nie gemacht. Ist doch Blödsinn.“
„Mag sein, ich mache es aber so, weil’s so nun mal gemacht wird…“
„MEINE LEBER HABT IHR IMMER GERNE GEGESSEN!“
„Ja… Und nu mache ich sie und ich wende sie einmal im Mehl. Wenn’s dir nicht schmeckt, lass sie auf dem Teller…“
„Und warum machst du die Zwiebeln und den Apfel in einer zweiten Pfanne?“
Aaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh
„Weil ich zwei Pfannen habe. Weil ich eine Sache schmore, eine brate.“
„Also ich hab das immer….“
11.55 – Essen ist fertig – der Kartoffelstampf ruht auf einem Radicchio-Bett
„Der Salat ist ja rot…?“
„Jupp, Radicchio, der ist rot.“
„Also bei mir war der immer grün“
„Ja, war ja auch ein anderer Salat…“
„Hast du schon meine Wäsche aufgehagen?“
„Nein… 1. Esse ich jetzt und 2. Ist die Maschine noch nicht fertig.“
„Warum nicht?“
„Ahhh… vielleicht hat sich die Maschine übergeben!!! Ist ne Kochwäsche, die braucht halt etwas.“
„Vergiss aber nicht, sie aufzuhängen, wenn sie fertig ist!“
Ich esse weiter und übe mich im Ignorieren.
12.15 – Ich räume ab.
„Hast du den Geschirrspüler schon eingeschaltet?“
„Darf ich erst den Kram von heute reinstellen?“
„Ich sag ja nur – du vergisst das immer! Ist meine Wäsche fertig – vergiss die nicht auch. Ich mach jetzt mein Mittagsschläfchen – mach also nicht so viel Lärm. Und vergiss nicht den Geschirrspüler.“
21,22,… „muuuusahhhh“, Ohrläppchen, Atemübungen…..
Jeden Sonntag…, jeden…
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